Es war einmal, am dritten Freitag im November, am 15.11.19. Der 15. bundesweite Vorlesetag stand wieder einmal vor der Tür. Auch ein junger Studierender der Fachakademie in Fürth hatte an diesem wichtigen Event teilgenommen und etwas vorgelesen. Der Ort des Geschehens war der Südstadtpark in Fürth. 

Auf einer Bank gegenüber eines kleinen Spielplatzes saß er, schlug das Buch „Wunderbare Märchenwelt“ und las daraus „Der fliegende Koffer“ vor. Hierbei handelt es sich um ein Märchen von Hans Christian Andersen. Warum er genau diese Geschichte wählte? Weil es sich hier um ein belehrendes Märchen, welches von Hochmut und Schwindelei handelt, die letztlich nicht gut ausgehen. Und warum eine Bank an einem Spielplatz? Eine gute Frage, welche leicht zu beantworten ist. Als „Nebenhörmusik“ wollte er den Kindern beim Spielen dienen.

Das kleine Problem an der ganzen Sache war nur, dass der Studierende nicht an den Wind gedacht hatte. Dieser wehte hin und wieder einfach die Seiten um und erschwerte dem jungen Mann das Vorlesen. Immerhin war das Wetter auf seiner Seite und es regnete nicht. Einige kleinere Kinder und deren Eltern lauschten aber scheinbar den Tönen und Klängen seiner Stimme, da sie sich einige Male kurz nach ihm umdrehten. Direkt beachtet wurde der Schüler jedoch nicht. Ein neugieriger kleiner Junge näherte sich sogar für eine kurze Zeit, wollte allerdings nur ein Blatt aufsammeln, welches zwischen den Füßen des Vorlesers lag. Obwohl er am Ende nicht direkt angesprochen wurde, wusste der Schüler am Ende der Geschichte, dass er eine gute Tat für das Volk getan hatte.

Einige Quellen berichten, er habe einen großen Spaß am Vorlesen gehabt. Andere behaupten sogar, er war nicht allein dort, sondern mit einem weiteren Studierenden, welcher ebenfalls aus diesem Märchenbuch vorgelesen hatte. Doch noch ehe man sich genauer umsehen konnte, war die Bank bereits leer.

Manch einer behauptet, all dies sei gar nicht geschehen. Hin und wieder erzählt man sich, man habe in der gesamten Region Menschen gesehen und gehört, wie sie etwas vorgelesen hatten. Sogar Nachrichten sprachen von fast 700.000 Personen, welche über das gesamte Land verteilt vorgelesen oder zugehört hatten. Ob dies nun wahr ist oder nicht, weiß niemand, es sei denn, du warst selbst mit dabei und erzählst von diesem besonderen Tag. Was die vorlesenden Personen angeht, lässt sich nur eines vermuten oder behaupten...Wenn sie nicht gestorben sind, so lesen sie auch am 20.11.20 wieder vor.

Text: Felix Ossig (Klasse UK B)


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